Sonntag, Juli 08, 2007

Chatlog: Der dümmste Hacker der Welt

Nach langer Zeit habe ich dieses Chatlog wieder gefunden.

[UPDATE]
Der alte Link scheint nicht mehr zu funktionieren. Aber das Internet vergisst ja bekanntlich nichts: Hier geht es zu einer anderen Seite mit dem Chatlog.

Angeblich ist es absolut echt.
Ich bin mir darüber nicht so richtig sicher, ich möchte meinen, so blöd kann kein Mensch sein. Egal, ob echt oder nicht, ich habe mich beim Lesen königlich amüsiert!!!

Das ganze beinhaltet aber auch eine schöne Lehre:

Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Klappe halten.

Wort des Tages

Anlässlich seines 30. Geburtstags wurde für einen meiner Freunde eine Überraschungsfeier veranstaltet. Natürlich musste er Fegen. :-)

Später am Abend, beim gemütlichen Beisammensein, gab es die unter Freunden üblichen Wortgefechte. Eines davon nahm ein recht abruptes Ende:

Gastgeber: "Ich lade Euch alle wieder aus. So einfach ist das!"
Gast: "Du kannst uns gar nicht ausladen. Du hast uns ja gar nicht eingeladen!"

Freitag, Juni 29, 2007

Du weißt, dass es zu spät ist, wenn...

Mitten in der Nacht
Du weißt, dass es zu spät ist, wenn Du Billard spielst und niemand mehr Peilung hat:

Ich: "... äh, habe ich die ganzen oder die halben Kugeln?"
Gegner: "Hmmm.... Das weiß ich gerade auch nicht mehr..."

Zeit für beide, aufzuhören. :-)

... oder im Büro
Heute auf der Arbeit wusste ich es dann auch wieder.

Ich möchte mein in der Pause benutztes Besteck in den Betriebs-Geschirrspüler legen. Ich stehe also auf, gehe in die Küche und... öffne den Kühlschrank?!? Während ich noch den Kopf über meine eigene Schusseligkeit schüttele, ziehe ich die Schublade für das saubere Besteck heraus. D'oh!

Zeit, nach Hause zu gehen...

Wort des Tages

Bei einer abendlichen Spielrunde wird es Nico zu langweilig und er beginnt, seine Nachbarn ärgern. Irgendwann wird es Freddie zu viel:

Freddie: "Nico, hör auf damit!"
Nico: "Ich habe nichts gemacht."
Freddie: "Du sollst nicht lügen!"
Nico: "Ich habe fast nichts gemacht."

Montag, Juni 18, 2007

Wort des Tages

Defloration

Es war wieder Filmabend bei dem befreundeten (Ehe-)Paar angesagt, nach einer TV-Dokumentatation über das Metal-Festival in Wacken wurde noch der koreanische Film Oldboy zum besten gegeben.

Während der (einzigen) Liebesszene des Films fragte also die Dame des Hauses in ihrer unvergleichlichen Art:
"Ist das Mädchen eigentlich noch knatterversiegelt?"

Gelegenheiten gibt es immer

Ein altes Sprichwort besagt, das Glück liege auf der Straße, man müsse nur genau hinsehen.

Vielleicht ist da etwas wahres dran: Das heutige (spontane) Mittagessen führte einige Kollegen und mich zum Bürger King. Während des Essens, wie sollte es anders sein, unterhielten wir uns über Programmiersprachen, Berufsschule und ähnlich berufsverwandtes. Anscheinend waren wir dabei lauter als uns, oder zumindest mir, bewusst war.

Als wir gerade im Begriff waren zu gehen, sprach uns eine junge Frau an, die uns offensichtlich gehört haben musste, wo wir denn eigentlich programmieren würden und ob man dort noch Verstärkung suche. Das frage sie nicht für sich, sondern für jemand anderen, der demnächst mit dem Studium fertig werden würde.

Das ist sicherlich eine ungewöhnliche Art, Kontakt herzustellen, aber ganz sicher keine falsche. Zudem zeigt es, dass sich interessante Gelegenheiten auch dann ergeben können, wenn man überhaupt nicht damit rechnet.

Warum sollte man den neuen Job nicht beim Essen in einem Fastfood Restaurant finden können?

Also, Freunde, immer schön die Augen und Ohren aufhalten!

Dienstag, Mai 29, 2007

Wort des Tages: Haariger Töpfer

Das Wort des Tages stammt von einem befreundeten Paar, das mich zu Pfingsten zum gemeinsamen Filmabend einlud. Man wolle sich den haarigen Töpfer ansehen.

Ist jedem klar, was damit gemeint ist? Mir nicht.

Ich überlegte: Wollten sie sich eventuell "Die Passion Christi" ansehen? Aber Jesus war doch gar kein Töpfer sondern Zimmermann. Vielleicht hatte sie sich nur vertan und meinte eigentlich einen Zimmermann?

Nein, was sie meinte, war ein ziemlich krudes denglishes (soll heißen: Deutsch/English) Wortspiel. Der haarige Töpfer ist HARRY POTTER.
:-)

Mittwoch, April 25, 2007

Im Rausch der Geschwindigkeit

Das Internet ist etwas feines. Und obwohl ich mich seit Jahren schon im Cyberspace bewege, kann ich trotzdem noch immer mal wieder etwas neues finden.

Das ging schnell!

Gerade habe ich mit einigen meiner Renderings meine Galerie in der Grafik-Community Renderosity eröffnet. Ich hatte es niemandem vorher erzählt, weil ich selber erst einmal in Ruhe die Optionen ausprobieren und mir das Erscheinungsbild in Ruhe ansehen wollte.
Trotzdem dauerte es keine 5 Minuten, bis die ersten Kommentare eintrudelten!

Schon nach dem zweiten Bild fügte mich sogar einer zu seinen "Favorite Artists" hinzu. Da fühle ich mich doch gleich ein wenig gebauchkitzelt. :-)

Falls jemand neugierig ist, hier ist der Link zu meinen Bildern:
http://www.renderosity.com/mod/gallery/browse.php?username=Sensei76

Zu dem Zeitpunkt, an dem ich diese Zeilen schreibe, sind erst 2 Bilder hoch geladen, aber es werden noch etliche folgen. Also bleibt dran und schaut wieder vorbei!

Dienstag, April 03, 2007

Starke Hand im EU-Wettbewerb

Eigentlich wollte ich es vermeiden, politische Themen oder gar meine Meinung dazu in diesem Blog zu veröffentlichen. Aber ich möchte mal eine Ausnahme machen.

In der Regel fasst sich das "gemeine" Volk an den Kopf, wenn es um die Entschlüsse, Meinungen oder gesetzliche Festlegungen vieler Politiker geht. Das gilt sowohl für die jeweils nationalen wie auch EU-Politiker - das gilt so sicher nicht nur für das ewig nörgelnde und jammernde Deutschland. Nur zu oft scheinen die Hintergründe oder Denkweisen unserer Oberen nur bedingt nachvollziehbar (z.B. Abschuss von Bär Bruno) oder weltfremd (bahnfahrender Umweltminister, der seinen Wagen neben der Bahn hinterher fahren lässt).

Brüssel

Eine Person, die sich, zumindest meiner bescheidenen Meinung nach, wohltuend aus der Masse hervorhebt, ist EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes.
Homepage: http://ec.europa.eu/commission_barroso/kroes/index_en.html

Kroes war 2004 eine wichtige Schlüsselfigur in dem spektakulären Kartellverfahren gegen Microsoft. (Zahlreiche Meldungen dazu u.a. im Heise Newsticker). Damals wurde ein Rekord-Bußgeld von 497,2 Millionen Euro verhängt. Die Meldung ging damals durch sämtliche Medien.


Auch in der Folgezeit ließ sie sich nicht von Microsoft auf der Nase herumtanzen, als Microsoft bei der Einhaltung der Auflagen herum zickte und drohte mit Strafen von weiteren 2 Millionen Euro - pro Tag!

Kampf der Musikindustrie

Doch Kroes gibt sich nicht damit zufrieden, nur Microsoft längst nötige Grenzen aufzuzeigen. Es neues Angriffsziel: iTunes.

Gerade erst schien Apple sich aus den gröbsten Vorwürfen heraus zu winden, die gegen das zu restriktive Digital-Rights-Management (DRM) der über iTunes bezogenen Inhalte protestierten.

Doch nun kommt der nächste Vorwurf, der auf
Marktabschottung in Europa lautet.
Den iTunes Kunden sei es nicht möglich, in den iStores eines anderen Landes einzukaufen. Dadurch sei es möglich, in jedem Land unterschiedliche Preisniveaus zu etablieren, die die Kunden dann in den höherpreisigen Ländern benachteilige.
Eine solche Handels-Abgrenzung entspricht nicht den EU Vorgaben.

Und damit logischerweise betrifft es nicht nur Apple allein, sondern natürlich deren Geschäftspartner. Sprich, auch eine Reihe der größeren Musikkonzene. Namen wurden noch nicht offiziell genannt, das wird sicherlich noch kommen.
(Quelle: Heise Newsticker)

Mutig, mutig

Dass die Musikindustrie einen enormen Einfluss hat, war ja schon des öfteren zu beobachten. Deren harmloseste Folge davon ist wohl, dass inzwischen jeder Kino-Geher vor dem Hauptfilm daran erinnert wird, dass er schon mit einem Bein im Gefängnis steht.

Zurück zum Thema.
Ich ziehe meinen Hut vor Neelie Kroes, die sich nicht scheut gegen die riesigen Konzerne anzutreten, vor denen so viele andere kuschen. Sie lässt sich nicht von deren Marktmacht beeindrucken, sondern setzt sich durch.

Respekt!

Freitag, März 23, 2007

Verstehe einer die Japaner!

Die japanische Sprache zeichnet sich unter anderem dadurch aus, dass viele Vokabeln mehrdeutig sind. Deren genaue Bedeutung erschließt sich dann typischerweise erst im Kontext. In seltenen Extremfällen müssen selbst Japaner dem Gesprächspartner mit dem Finger das passende Schriftzeichen auf die Hand malen, um zu erklären, was sie eigentlich meinen.

Tolle Voraussetzung, um eine Sprache zu lernen, was?

Während ich also eben versuchte, mein Minimal-Japanisch aufzubessern, indem ich mühsam Texte Zeichen für Zeichen zu übersetzen, stieß ich auf das Wort なお (sprich:nao). Dessen Bedeutung ist:
  • mehr
  • weniger
  • noch mehr
  • noch weniger
(Quelle: WaDoKu, freies Wörterbuch JP <-> DE)

Gegensätzlicher können Bedeutungen doch wohl nicht sein, oder???

Das entspricht in etwa der gleichen Situation, als ob man von der Freundin die Bitte erhielte: "Bitte bereite mir eine heißkalte Badewanne vor."
Muss ich extra erwähnen, dass eine solche unklare Anweisung zwangläufig zu einer Katastrophe führt?

Donnerstag, März 22, 2007

Wort des Tages

Das Wort meines heutigen Tages ist ganz klar Product Placement.

Während ich diese Zeielen Schreibe, läuft im TV der Film "I, Robot" mit Will Smith.
Offensichtlich war den Produzenten schon früh klar, was für ein teurer Film das werden würde. Anders kann ich mir nicht erklären, wie diese extrem massive Ansammlungen von Firemenlogos und Markennamen zu begründen wäre.

Ich weiß, es ist schon lange in Filmen üblich, das eine oder andere Markenprodukt deutlich in die Kamera zu halten. Aber I, Robot schießt dabei, soweit ich das bisher gesehen habe, echt den Vogel ab. Schon die ersten 5 Minuten schlagen in der Summe der gezeigten Logos die Anzahl sämtlicher Mitsubishi Autos in allen Jacki Chan Filmen zusammen.

Kein Wunder, dass heutige Teenies unter dem Glauben aufwachsen, steht die neuesten und teuersten Markenprodukte kaufen zu müssen, wenn Ihnen so ein Verhalten von den großen Stars vorgelebt wird - und sei es auch nur in der fiktiven Welt von Hollywoods Leinwänden.

Wort des Tages

Da meine Post-Frequenz etwas zu wünschen übrig lässt, habe ich mir überlegt, das "Wort des Tages" einzuführen.

Dabei handelt es sich dann um ein einzelnes Wort oder vielleicht auch eine ganze Redewendung, die mir an dem jeweiligen Tag besonders auffiel.

Den Anfang ein Zitat aus einem Radiointerview mit einem Psychiater, der sich politisch korrekt ausdrücken wollte. Während der durchschnittliche Stammtisch-Psychologe wohl eher das Wort "strunzdumm" verwenden würde, so heißt die offizielle Version anscheinend "intelligenzgemindert".

Erinnert mich stark an die schon etwas betagte Formulierung "intelligenzresistent".

Samstag, Februar 24, 2007

Renaissance der 80er in der Werbung

Während im modischen Bereich die 80er Jahre schon so lange wieder "in" sind, dass sie allmählich wieder verschwindet, hat die Werbung sie gerade jetzt erst wieder für sich entdeckt.

Plötzlich ermittelt wieder der dicke Privatedetektiv nach Brillen, die günstiger als die von Fielmann sein sollen und die Entenjäger fallen mit KtiKat immer noch auf die Entenpfeifen des anderen herein.

Die Spots von früher sind 1:1 unverändert wieder im Programm.
Das ist mal kosteneffektives Recycling, was? Fällt den Kreativabteilungen nichts neues mehr ein?

Wollen wir hoffen, falls uns unkreative Werbemenschen wieder aufgewärmte, alte Clips zumuten, dass sie dann wenigstens wieder welche von den unterhaltsameren Clips ausgewählt werden. Wie man in diversen Sendungen über Werbung aus aller Welt sehen kann, kann Werbung auch Spaß machen.

Sonntag, Januar 28, 2007

Update-Spaß

Es ist tröstlich, dass nicht nur ich Probleme (auf der Arbeit) mit von mir zu liefernden Updates habe. Auch Microsoft hat anscheinend einiges zu tun:

Soeben wollte ich den Windows Media Player 11 installieren. Dessen Setup dazu hatte ich kürzlich bereits für meine Mutter herunter geladen, die sich sonst dank einer ISDN Anbindung einen mehrstündigen Wolf geladen hätte.

Aber siehe da, beim Start der Setup-Datei bekam ich die Meldung:
"Diese Windows-Version wird nicht unterstützt. Für Windows Media Center Edition installieren Sie bitte zuerst das Update Rollup 2 für Windows Media Center Edition 2005."


Schlussfolgerung 1:
Es muss wohl schon einmal ein Update Rollup 1 gegeben haben. Das hat aber anscheinend nicht ausgereicht, sonst hätten wir nicht schon das 2. vorliegen.

Schlussfolgerung 2:
Ich habe keine Ahnung was eigentlich ein Update Rollup von einem normalen Update unterscheidet.

Weiter geht's.
Gesagt - getan.
Das Update Rollup 2 herunter geladen (zwischendurch schmierte mir dann auch noch die Drahtlosverbindung zum Internet ab) und installiert. Kaum, dass das Setup fertig war, poppte auch schon die nächste Meldung auf: "Es sind neue Updates verfügbar."

Schlussfolgerung 3:
Das Update Rollup 2 reicht immer noch nicht. Microsoft bietet bereits ein Update zum Update an.

Update des Updates
Also schön, anscheinend haben sich noch Lücken oder Fehler in das Update geschlichen. So etwas kann vorkommen, wir sind ja alle nur Menschen. Trotzdem bietet es erst einmal kein gutes Bild. Aber machen wir einfach weiter.

Nach dem Update soll ich den PC neu starten. Und was erscheint nach dem Neustart?

"Es sind neue Updates verfügbar."
Microsoft hat ein weiteres Update parat, um eine Sicherheitslücke beim Abspielen von DRM- (Digital Rights Management) geschützten Medien zu stopfen.
Und noch eines, das allen empfohlen wird, die das Update des Updates eingespielt haben. Der Informationstext spricht es zwar nicht explizit aus, aber wenn man ihn genau liest, wird deutlich das besagtes Update des Update-Updates dringend (!) empfohlen wird.

Ich glaube, ich spinne.
Oder vielmehr:

Schlussfolgerung 4:
Die spinnen, die Redmonder.

Mittwoch, Dezember 27, 2006

Nachtrag zu Casino Royale

Zur Sekunde ist mir aufgefallen, dass es bereits 1967 einen James Bond Film mit dem Titel "Casino Royale" gab:
Hier die Information von der IMDB:
http://www.imdb.com/title/tt0061452/


David Niven war einfach schneller als Daniel Craig. :-)

Warum ist Casino Royale kein "James Bond"?

Der Film wurde ja schon viel diskutiert, und vermutlich wurde auch schon alles gesagt.
Deswegen halte ich meine 2 Cents dazu kurz. Der Film hat mir durchaus gefallen. Als Actionfilm, wohlbemerkt. Aber wie ein Bond fühlte es sich irgendwie nicht an.

Eben habe ich "GoldenEye" gesehen und es wurde mir schlagartig mir klar, was den Unterschied ausmacht.

Ein Wort: Q
Klar habe ich beim Ansehen von „Casino Royale“ gemerkt, dass Q und seine technischen Spielereien fehlten. Aber eben erst wurde mir klar, dass das Fehlen seines Labors ganz erheblich zu der "nicht-Bond"-Atmosphäre beitrug.

Was habe ich eben gelacht, während Bond und Q durch das Labor gingen und vor allem im Hintergrund das Geschehen beobachtete. Da ist der trockene Humor von Q, der mit einem Gipsbein im Rollstuhl anrollt.

Bond: „Na, Ski-Unfall gehabt?“
Q: [Schießt eine Rakete aus dem Gips-Fuß] „Nein. Jagdunfall!“

Oder der Mitarbeiter, der in einer Telefonzelle den Hörer abnimmt und dann überraschend von einer Art Airbag an die Scheibe gepresst wird. Etwas später wird die Telefonzelle abtransportiert, der arme Mann klemmt dabei immer noch wimmernd an der Scheibe – und niemand im Labor beachtet ihn dabei.

Dann ist da der Schleudersitz, der anscheinend zu stark eingestellt ist. Im Hintergrund hört man ihn hart aufschlagen und das Klappern und Scheppern von Gegenständen, die dabei kaputt gehen.

Zu guter Letzt begutachtet Bond ein langes Sandwich (heutzutage in Neu-Deutsch: ein „Sub“ :-) ), und der Zuschauer fragt sich bereits, welche originelle Waffe sich wohl darin befinden mag. Am Ende entpuppt es sich dann aber doch bloß als Qs Mittagessen...

So muss ein Bond sein.

Donnerstag, November 23, 2006

Ausfallerscheinungen

Ohne Fleiß kein Preis
Die derzeit langen Arbeitszeiten fordern wohl allmählich ihren Tribut.

Um einem Fehler auf die Schliche zu kommen, führten mein Kolege und ich den Programm-Code Schritt-für-Schritt aus. An einer Stelle, die uns wichtig erschien, starteten wir zusätzlich die Suchfunktion des Editors und suchten nach allen Vorkommen einer bestimmten Variable.

Die Variable wurde häufig benutzt und so suchten wir im Code fleißig weiter nach dem Fehler, und zwar nach wie vor Zeile für Zeile.

Der große Schreck!
Wieso sprang die Textmarkierung plötzlich mehrere Zeilen weiter als erwartet? Das dürfte nach der Programmlogik überhaupt nicht passieren!

Des Rätsels Lösung
Wir hatten ediglich die Textmarkierung der Suchfunktion weitergeklickt, nicht aber die Code-Ausführung. Wir hatten es nur nicht gemerkt, weil besagte Variable in fast jeder Zeile vorkam und die Suche nach ihr dewegen fast wie die schrittweise Ausführung des Programms aussah.

Dass so etwas zwei Leuten, die zusammen auf den Code sehen passiert, spricht vor allem dafür, dass die Uhrzeit zu spät und die Erhohlungszeit zu kurz war.

Ich brauche mal Urlaub.

Die 100-Stunden -Woche

Manche Tage sind Mist.
Letzter Dienstag war so einer.

Da hätte die Abnahme der Software sein sollen, die ich mit einem Kollegen zusammen entwickelt habe und inzwischen weitgehend alleine betreue.

Das Plus 1 Phänomen
Wie das mit Abgabeterminen jeder Art so üblich ist, so fehlt am Ende immer das letzte Quäntchen Zeit, um das Programm "wasserdicht" zu bekommen. Ich habe mal gelesen, das so etwas als das "Plus 1 Phänomen" bezeichnet wird. Es fehlt immer genau eine Zeiteinheit mehr als man zur Verfügung hat. Sprich: Es man bräuchte nur eine Stunde mehr, um das Referat fertig zu stellen, oder eine Woche mehr für die Diplomarbeit oder - in meinem Fall - einen Tag mehr für ein stabiles Setup.

Zeit und andere knappe Ressourcen
Derzeit äußert sich das so, dass wir am Montag von 9:00 Uhr (morgens) bis um 2:00 Uhr (leider auch morgens) dafür schuften mussten. Zusammen mit besagtem Kollegen bereiteten wir nach bestem Wissen und Gewissen alles vor und, soweit es eben unter den gegebenen zeitlichen Umständen verträglich war, testeten so gut es ging.

Als ich tatsächlich im Bett lag, war es immerhin schon 3:20 Uhr, wirklich schlafen konnte ich zu allem Überfluss aber nicht. Am Ende bekam ich gerade einmal 2,5 Stunden Schlaf, denn ich musste schon um 7:30 Uhr beim Kunden sein, um die DVDs abzuliefern.

Geiselhaft
Mein Plan war einfach:
  • die DVDs abliefern
  • zurück nach Hause
  • ein Stündchen Schlaf nachholen
  • und dann zur Arbeit fahren.
Weit gefehlt.

Kaum, dass ich die DVDs abgegeben hatte, beschloss die Projektleiterin dort, erst einmal die DVDs auf Lesbarkeit in den Laufwerken zu prüfen. Damit hatten wir in der Vergangenheit leider schlechte Erfahrungen gemacht, insofern war diese Sorge nachvollziehbar.
Anstatt aber die Scheiben eine nach der anderen in das Laufwerk zu schieben und so zu sehen, ob es mit den gebrannten DVDs zurecht kommt, wurde gleich das Setup gestartet. An dieser Stelle wurde mir klar, dass ich nicht mehr weg gelassen würde, bis die Installation mit allen DVDs fertig war.

So wurde ich zur Dienstleistungs-Geisel.

Und siehe da, nachdem mein Kollege und ich uns die Nacht um die Ohren geschlagen hatten, gingen trotzdem noch Dinge schief. :-(

Das war wohl nix mit dem frühen Feierabend!
Im Gegenteil, der Arbeitstag war wieder überdurchschnittlich lang. Immerhin nicht ganz so extrem wie der Vortag, aber Montag und Dienstag zusammen erreichte ich dennoch eine gesamte Arbeitszeit von 32 Stunden!

Durchhalten, bald ist es vorbei!

Dienstag, November 21, 2006

Was ist Refactoring?

Kurz und knapp gesagt, ist Refactoring das Umbauen von Programm-Code, um dessen Effektivität zu erhöhen, ohne dass sich nach außen hin dessen Funktion ändert. Typischerweise wird refaktoriert, um Code lesbarer, kürzer oder schneller zu machen.

Aus dem Leben eines Programmierers:
Nun habe ich eine Code-Stelle mit 7 Zeilen, deren Funktionsweise erweitert werden soll. Daraus wurden dann ca. 50 Zeilen.
(Das ist noch kein Refactoring.)

Diese wurden zur besseren Lesbarkeit umgebaut, und siehe da, da waren es nur noch 17.
(Jetzt ist es Refactoring.)

Da sich diese 17 Zeilen aber anscheinend Außenstehenden, die sich nicht schon in das Problem eingelesen haben, nicht so offensichtlich erschlossen wir mir (was ja kein Wunder ist, nachdem ich stundenlang darüber brütete...), wurde der Wartbarkeit wegen alles NOCH EINMAL umgebaut. Ich bin wieder bei 50 Zeilen, dafür über 3 Funktionen verteilt.
(Trotz der neuen Funktionen ist es Refactoring, da die öffentliche Sichtbarkeit noch die selbe ist.)

Das Ergebnis des Refaktoring:
Nach stundenlangem Grübeln, Umbauen und Testen passiert am Ende immer noch exakt das Selbe wie vorher...!

Das ist das Programmiererleben. :-)

Dienstag, Oktober 03, 2006

Irrungen und Wirrungen eines Programmieres

Es ist schon komisch, wie es manchmal läuft.

Einst, als das Datenbanksystem MySQL noch in der Version 3.x vorlag, freute ich mich sehr darauf, dass MySQL bald auch Unicode-Zeichen unterstützen sollte.

Wofür ich Unicode brauchte?
Da ich ein großer Fan von allem rund um Japan bin, war mir schon lange klar, dass ich eines Tages eine Anwendung schreiben wollte, die japanische Zeichen verwenden würde. Dumm nur, dass ich gar keine Idee hatte, was für eine Anwendung das sein sollte... :-)

Dann kam er endlich, der Versionssprung, in dem die Unicode-Unterstützung für MySQL eingeführt wurde. Und ich schrieb... nichts.
Ich hatte nämlich immer noch keine Idee, was für ein Programm ich schreiben wollte.

Seitdem müssen wohl an die zwei Jahre vergangen sein.
Endlich habe ich die richtige Inspiration, ein Programm zu schreiben, dass mir beim Japanischlernen helfen soll. Überflüssig zu erwähnen, dass ich dafür eine Datenbank brauche.

Jetzt verwende ich Access.

Warum eigentlich habe ich so lange auf MySQL gewartet???